St. Pauli & Reeperbahn

das raue, widerständige Hamburg

Seefahrer, Hausbesetzter, Sex, Drugs & Rock'n Roll

„Es gibt nichts, was es auf St. Pauli nicht gibt“

St. Pauli ist der Gegenpol zur ehrbaren, reichen und hanseatisch zurückhaltenden Kaufmannsstadt. Hier wird die Hamburg seit Jahrhunderten prägende Spannweite und Spannung deutlich zwischen dem ungeheurem Reichtum aus Handel und Seefahrt und den häufig unwürdigen Lebensbedingungen der dafür notwendigen unzähligen Seeleute, Hafenarbeiter und Tagelöhner.

Dazu kommt, daß St. Pauli Vorstadt sowohl Hamburgs als auch des früher dänischen Altona sowie Grenzgebiet zwischen der Hansestadt und der lange zweitgrößten Stadt Dänemarks und damit zwischen Deutschland und Dänemark war,

Eine Führung durch diesen Stadtteil zeigt, wie all diese Faktoren zu dem geführt haben, was St. Pauli heute ist: der rebellische, raue Teil Hamburgs, Störfaktor und Energiequelle gleichermaßen:

✦  altes Vorstadtgebiet mit bis heute sichtbarem Verlauf der alten Grenze  ✦

✦  enge Beziehung zum Hafen, Fischauktionshalle, früher Heimat für laute, schmutzige und platzintensive Gewerbe  ✦

✦  Raum für Subkultur, links und alternativ geprägt, mit Geschichten von Widerstand und Rebellion, z.B. die Auseinandersetzung um die Hamburger Hafenstraße in den 80ern  ✦

✦  Nachtleben, Rotlicht, Zuhälter und Ganoven  ✦

✦  lebendige Nachbarschaft, Freiheit für unterschiedlichste Lebensentwürfe, lebendige Nachbarschaft  ✦

✦  Bühne für Musik und Kultur: Durchbruch der Beatles in den 60ern, Theatermeile, Lifemusik-Szene  ✦